Die Kunst, Tonerde durch Feuer dauerhaft zu festigen, gehört zu den ältesten handwerklichen Fertigkeiten
der Menschen. Die Schönheit und Ausdruckskraft keramischer Erzeugnisse wie Geschirre, Töpfe, Vasen, Wandplatten, Kacheln, Kachelöfen, Fußböden, Ziegel
und plastisches Gestalten versetzen den Betrachter
immer wieder in Erstaunen.
In einer zunehmend technisierten Welt, die durch
Formenarmut und Massenprodukten gekennzeichnet
ist, besteht der Wunsch nach individuell geprägten
Formen im Alltag. Diese Wünsche sind nur durch das gestaltende Handwerk abzudecken.
Im Berufsbild des Keramikers, der sein Produkt von
der Erde bis zum Kunden begleitet, vereinen sich so
unterschiedliche Zweige wie Scheibentöpferei (Einzel-
stücke, kleine Serien bis hin zu Servicen), Baukeramik (Kacheöfen, Ofenkacheln, Bauelemente für Innen und
Außen, bis hin zur freien Plastik) und die Dekoration
(von freier Pinselmalerei über Reliefarbeiten bis zu Siebdruck).
Für alle diese Tätigkeiten ist ein umfassendes Wissen
über chemische und physikalische Vorgänge während
des Produktionsablaufes Voraussetzung:
zB. Glasurherstellung, Brenntechniken, Masse-(Ton-)
Verhalten, Gestaltung bis hin zur Werbung und Verkauf
der Produkte.
Die Keramik-Werkstätten der Landesinnung Schleswig- Holstein vereinen diese Vielfalt des keramischen Schaffens. Sie bürgen für die Qualität ihrer Produkte und bieten
Ausbildungsplätze in allen handwerklichen Bereichen
der Keramik an.